Budgetplanung 2026 – so habt ihr Überblick über eure Finanzen

Der Jahreswechsel ist eine gute Zeit, um in Ruhe die Finanzen für das kommende Jahr zu planen. Welche Einnahmen kommen rein und welche Ausgaben stehen an? Eine Budgetplanung hilft, die Kohle im Griff zu behalten.

Budgetplanung 2026 – so habt ihr Überblick über eure Finanzen
Budgetplanung 2026 – so habt ihr Überblick über eure Finanzen

Mehr Finanzsicherheit dank Jahresplan

Ein Budget ist ein Plan, der die erwarteten Einnahmen und Ausgaben über einen bestimmten Zeitraum hinweg darstellt. Man sieht mit Hilfe dieses Plans im besten Fall auf einen Blick, wo und wann Geld herkommt, und wo es hinfließt. So ein Überblick hat noch einen weiteren Vorteil: Man kann mögliche finanzielle Engpässe relativ früh vorhersehen und rechtzeitig gegensteuern. Man kann wirklich planen. Wir haben daher eine Minianleitung für eure Budgetplanung erstellt.

Mit welchen Einahmen kann ich rechnen?

Wer ist Büro oder zu seinem Arbeitsplatz hinfährt, kann für diese Tage seinen Arbeitsweg ansetzen. Hier gilt die Pendlerpauschale: Für jeden Kilometer der einfachen Strecke zum externen Arbeitsplatz gibt es 30 Cent, ab dem 21. Kilometer 38 Cent. Ob man mit dem Auto, Bus, Fahrrad, zu Fuß oder als Fahrgemeinschaft ins Büro kommt, ist dabei egal. Übrigens: Ab 2026 beträgt die Pauschale bereits ab dem ersten Kilometer 38 Cent. Das kann man sich jetzt schon für die Steuererklärung merken, die dann 2027 für das Jahr 2026 ansteht.Alle, die teilweise im Homeoffice arbeiten, können dafür eine Pauschale von sechs Euro pro Heimarbeits-Tag von der Steuer absetzen. Maximal sind 1.260 Euro im Jahr möglich. Einen separaten Raum in der Wohnung braucht man dafür nicht. Ein Arbeitsplatz genügt.

Ist das Homeoffice sogar der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit, lassen sich sämtliche damit im Zusammenhang stehenden Kosten absetzen. Also anteilige Miete oder Finanzierungskosten, Strom und Heizung. Das ist in der Regel aber nur bei Freiberuflern und Selbständigen der Fall, die überwiegend zu Hause arbeiten oder ihre Jobs im heimischen Büro koordinieren. Außerdem muss dann wirklich ein klar abgegrenztes Arbeitszimmer vorhanden sein.

Die 50-30-20-Regel ist eine gute Orientierung für die Aufteilung der eigenen Finanzen: 50 Prozent des Monatseinkommens decken Fixkosten und Lebensunterhalt, 30 Prozent stehen für persönliche Freizeit und Sonderwünsche zur Verfügung und 20 Prozent wandern auf die hohe Kante.

Welche Ausgaben habe ich?

Hier schaut ihr euch zunächst die laufenden Kosten an: Miete, Kreditraten, Versicherungen, Mobilfunk, WLAN-Anschluss et cetera. Wichtig: Manche Fixkosten fallen nicht monatlich, sondern jährlich oder quartalsweise an. Viele Versicherungen zum Beispiel buchen ihren Beitrag auf einen Schlag im Januar ab. Auch Vereine kassieren oft zu Beginn des Jahres oder einmal pro Halbjahr ihren Mitgliedsbeitrag. Ebenfalls ein größerer Brocken zu Beginn des Jahres ist oft die Nachzahlung für Strom oder Heizung. Oft ist es sinnvoll, für diese Beträge von vornherein Monat für Monat einen entsprechenden Anteil zur Seite zu legen. Notiert euch zudem am besten die Termine, wann die Zahlungen abgebucht werden.

Neben den Fixkosten gibt es sicherlich auch schon ein paar Sonderausgaben, die bereits absehbar sind: Urlaube, runde Geburtstage, Hochzeiten, Klassenfahrten der Kinder, die Autoinspektion, eine notwendige Renovierung und und und. Schreibt euch auf, in welchem Monat diese Kosten das Budget zusätzlich belasten.

Finanzen über das Jahr hinweg gut verteilen

Nach den ersten beiden Schritten hat man vor allem eine gute Übersicht, wann es zu finanziellen Engpässen kommen kann und wann man vermutlich sogar Überschüsse hat. Monate mit Überschüssen sind perfekt geeignet, um Geld für die anstehenden Sonderausgaben zur Seite zu legen. So baut man rechtzeitig finanzielle Polster auf.

Die Planung zeigt aber auch, wie viele Extras man sich überhaupt leisten kann. Wie lang darf der Sommerurlaub in diesem Jahr werden. Ist noch eine Spritztour in die Berge drin? Und wäre ein neues Sofa auch noch möglich oder sollte ich lieber noch etwas länger darauf sparen?

Lassen sich bestimmte Vorhaben partout nicht verschieben, obwohl das Budget nahezu ausgereizt ist, könnte man zur Überbrückung einen zinsgünstigen  aufnehmen. Dann aber nicht vergessen, die zusätzlichen Raten sofort im Finanzplan mit einzutragen.

 

 

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